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ZIEL: Untersuchung der unabhängigen und kumulativen Effekte der Opfersichtungen im vergangenen Jahr in Bezug auf verschiedene Arten von Kindermisshandlungen (Peermisshandlung, Zeugenschaft von familiärer Gewalt, Gemeinschaftsgewalt, sexuelle Übergriffe und Misshandlungen) auf suizidale Gedanken in einer national repräsentativen Stichprobe von Jugendlichen. DESIGN: Die Studie nutzte 2 Wellen longitudinaler Daten aus der National Survey of Children's Exposure to Violence. EINSTELLUNG: Durchführung 2008 und 2010 telefonisch mit Befragten aus den zusammenhängenden Vereinigten Staaten. TEILNEHMER: Nationale Stichprobe von 1186 Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren in Welle 1. HAUPTBELASTUNGEN: Peermisshandlung, sexuelle Übergriffe, Zeugenschaft von familiärer Gewalt, Exposition gegenüber Gemeinschaftsgewalt und Misshandlung durch einen Elternteil/Betreuer. ERGEBNISMAß: Selbstbericht über suizidale Gedanken im letzten Monat. ERGEBNISSE: Nach Kontrolle der demografischen Merkmale, Diagnosen von internalisierenden Störungen und suizidalen Gedanken in Welle 1 zeigten die Ergebnisse unabhängige Effekte von Peermisshandlung, sexuellen Übergriffen und Misshandlung durch einen Elternteil/Betreuer auf suizidale Gedanken in Welle 2. Das Risiko für suizidale Gedanken war 2,4-mal höher bei Jugendlichen, die im vergangenen Jahr Peermisshandlung erfahren hatten, 3,4-mal höher bei denen, die sexuelle Übergriffe erlitten, und 4,4-mal höher bei denen, die Misshandlung ausgesetzt waren, im Vergleich zu Kindern, die nicht diesen Arten von Misshandlungen ausgesetzt waren. Die Ergebnisse zeigten auch substanzielle Effekte von Polyopferstatus (Exposition gegenüber 7 oder mehr verschiedenen Arten von Misshandlungen im letzten Jahr), wobei Polyopfer fast 6-mal wahrscheinlicher angaben, suizidale Gedanken zu haben. FAZIT: Die Ergebnisse weisen auf die Bedeutung der jüngsten Opfererfahrungen hin, die das Risiko suizidaler Gedanken bei Jugendlichen erhöhen, und legen die Notwendigkeit von Opferbewertungen bei allen Jugendlichen nahe, die als gefährdet für suizidale Gedanken gelten.
Turner et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.