Key points are not available for this paper at this time.
Menschen denken auf vielfältige Weise über Gesundheit und Krankheit nach, was eine konzeptionelle Komplexität evidenziert, die mit ebenso komplexen Verhaltensweisen in Bezug auf eine Vielzahl von Heilpraktiken korrespondiert. Angeregt durch Feldforschung in Lesotho und anderswo, und hauptsächlich mit Jürgen Habermas im Gespräch, setzen wir uns zum Ziel, eine konzeptionelle Innovation vorzustellen, zu erklären und zu entwickeln: Gesundheitswelt. Wir argumentieren, dass dieser Begriff die empirische Komplexität von Gesundheitsüberzeugungen (insbesondere Religion) und -verhalten beschreibt und ein wichtiges analytisches Werkzeug für das Feld der Gesundheit im sozialen Kontext bereitstellt; ein Werkzeug, das Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesundheitspraktiken und -ergebnisse aufzeigt. Im Rahmen von Habermas’ Begriff der Lebenswelt wird die Gesundheitswelt als eine eigenständige „Region“ der Lebenswelt identifiziert, die durch ein besonderes Telos — das umfassende Wohlergehen — definiert ist, einer Lebenswelt ohne Dysfunktion.
Germond et al. (Donnerstag) haben diese Frage untersucht.