Key points are not available for this paper at this time.
Rumination und die damit verbundenen psychischen Phänomene teilen Beeinträchtigungen in der Kognition, wie exekutive Funktionen und Aufmerksamkeitsprozesse über verschiedene klinische Bedingungen hinweg (z. B. bei psychotischen Störungen). In den letzten Jahrzehnten wurde der Begriff der Rumination jedoch zunehmend auf den "selbstfokussierten" Typ bei depressiven Störungen eingeengt. Eine genauere Überprüfung der Literatur zeigt, dass Rumination als ein breiterer Prozess verstanden werden kann, der sich durch wiederkehrende Gedanken über bestimmte mentale Inhalte auszeichnet, die mit den täglichen Aktivitäten einer Person interferieren und nicht nur auf solche beschränkt sind, die mit dem "Selbst" zu tun haben. Eine weitere Untersuchung des Konstrukts der Rumination über die eng fokussierte depressive Rumination hinaus könnte dazu beitragen, die Interventionsmöglichkeiten für psychische Störungen im heutigen Kontext zu erweitern. Wir überprüfen zunächst die Entwicklung des klinischen Konstrukts der Rumination in Bezug auf seine historischen Wurzeln und seine Rollen in der Psychopathologie. Dies bildet die Grundlage für die Einführung des "Flussmodells der Rumination (FMR)", das Rumination als eine Störung eines reibungslosen Flusses mentaler Inhalte im Bewusstsein konzeptualisiert, die von den koordinierten Interaktionen zwischen Intention, Erinnerung, Affekt und externen Ereignissen abhängt. Die konzeptionelle Überprüfung schließt mit einer Diskussion über die Auswirkungen schneller technologischer Fortschritte (wie Smartphones) auf die Rumination. Besonders in zeitgenössischen Gesellschaften ist eine breitere Betrachtung der Rumination, nicht nur aus der kognitiven Perspektive, sondern auch unter Berücksichtigung einer Mensch-Gerät-Interaktion notwendig. Die Implikationen des FMR in der zeitgenössischen psychischen Gesundheitsversorgung werden diskutiert.
Wong et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.