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HINTERGRUND: Während die abgestufte Beziehung zwischen sozioökonomischem Status (SES) und Risikoverhalten im Erwachsenenalter intensiv erforscht wurde, ist viel weniger über sozioökonomische Unterschiede im gesundheitsbezogenen Verhalten unter Jugendlichen bekannt. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die sozioökonomischen Unterschiede im Tabakkonsum von Jugendlichen in Deutschland sowie die Veränderungen in der Beziehung zwischen 1994 und 2002 zu untersuchen. METHODEN: Die Daten stammen aus der Studie 'Gesundheitsverhalten bei Schulkindern', die 1994, 1998 und 2002 im größten Bundesland Deutschlands, Nordrhein-Westfalen, durchgeführt wurde. Die Analyse basiert auf 11.401 Schülern im Alter von 11 bis 15 Jahren. Sozioökonomische Unterschiede im regelmäßigen Rauchen wurden in Bezug auf sowohl den SES der Eltern (familiäre Wohlstand) als auch den eigenen SES der Schüler (Schulart) untersucht. Trends von 1994 bis 2002 wurden für jede Kategorie des familiären Wohlstands und der Schulart separat analysiert. ERGEBNISSE: Der familiäre Wohlstand hatte nur einen schwachen Einfluss auf das regelmäßige Rauchen, während für die Schulart ein starker sozialer Gradient beim Rauchen für beide Geschlechter gefunden wurde. Trendanalysen innerhalb der verschiedenen Kategorien von familiärem Wohlstand und Schulart zeigten, dass das Rauchen in allen sozioökonomischen Gruppen insgesamt zugenommen hat. Das Niveau der sozioökonomischen Unterschiede blieb bei Mädchen und Jungen in den letzten 10 Jahren in Deutschland nahezu unverändert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die gleichen Beziehungen zwischen familiärem Wohlstand und Schulart mit dem Rauchen haben sich in Deutschland seit nahezu einem Jahrzehnt gehalten. Der eigene SES der Schüler hat einen erheblichen Einfluss auf den Tabakkonsum von Jugendlichen. Präventionsprogramme sollten sich auf das Schulumfeld konzentrieren, um gegen aktuelle sowie zukünftige Gesundheitsungleichheiten vorzugehen.
Richter et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
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