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Toll ist ein Drosophila-Gen, das für die Ontogenese und die antimikrobielle Resistenz entscheidend ist. Mehrere Homologe von Toll wurden in Wirbeltieren identifiziert und kloniert, nämlich tollähnliche Rezeptoren (TLR). Menschliche TLR sind eine wachsende Familie von Molekülen, die an der angeborenen Immunität beteiligt sind. TLR sind strukturell durch eine zytoplasmatische Toll/interleukin-1R (TIR) Domäne und durch extrazelluläre leucinreiche Wiederholungen gekennzeichnet. Die bisher charakterisierten TLR aktivieren die MyD88/IRAK-Signalübertragungskaskade, die sich verzweigt und zur Aktivierung von NF-kappaB und c-Jun/ATF2/TCF führt. Genetische, Genübertragungs- und dominant-negative Ansätze haben TLR-Familienmitglieder (TLR2 und TLR4) an der Erkennung und Signalgebung von Lipopolysacchariden beteiligt. Zunehmende Beweise deuten darauf hin, dass einige TLR-Moleküle auch an der Signalgebung von Rezeptor-Komplexen beteiligt sind, die Komponenten von grampositiven Bakterien und Mykobakterien erkennen. Die definitive Rolle anderer TLR fehlt jedoch noch. Ein systematischer Ansatz wurde verwendet, um zu bestimmen, ob verschiedene menschliche Leukozytenpopulationen TLR-mRNA selektiv oder spezifisch exprimieren. Basierend auf dem Expressionsmuster können TLR als ubiquitär (TLR1), eingeschränkt (TLR2, TLR4 und TLR5) und spezifisch (TLR3) klassifiziert werden. Die Expression und Regulation unterschiedlicher, wenn auch sich überlappender Ligandenerkennungsmuster könnte der Existenz einer zahlreichen, scheinbar redundanten TLR-Familie zugrunde liegen. Alternativ könnte die Expression eines TLR in einem einzelnen Zelltyp auf eine spezifische Rolle dieses Moleküls in einem eingeschränkten Rahmen hinweisen.
Muzio et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.
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