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HINTERGRUND: Die meisten Studien zur Ähnlichkeit von Ehepartnern bei psychiatrischen Störungen haben sich auf klinische Stichproben konzentriert und sind daher durch Selektionsbias eingeschränkt. Diese Studie ist, soweit wir wissen, die erste umfassende Untersuchung der Ähnlichkeit von Ehepartnern bei psychiatrischer Lebensgeschichte in einer Stichprobe der Allgemeinbevölkerung unter Verwendung standardisierter diagnostischer Kriterien. METHODEN: Wir untersuchten 519 Paare von Ehepartnern, die in Edmonton, Kanada, wohnen und das Diagnostic Interview Schedule für psychiatrische Interviews ausgefüllt haben. In jedem Paar gehörte ein Ehepartner zu einer zufälligen Unterstichprobe von Personen, die an einer großen Bevölkerungsumfrage teilgenommen hatten und erneut interviewt wurden. Der Zusammenhang zwischen Ehepartnern für lebenslange DSM-III psychiatrische Störungen wurde mit bivariaten und multivariaten logistischen Regressionsanalysen untersucht. ERGEBNISSE: Wir beobachteten eine signifikante Assoziation zwischen den Ehepartnern hinsichtlich des lebenslangen Vorhandenseins von affektiven Störungen sowie des Spektrums von antisozialen Persönlichkeits- und Abhängigkeitserkrankungen. Eine antisoziale Persönlichkeit bei einem Ehepartner war auch mit Angststörungen beim anderen Ehepartner assoziiert, nämlich posttraumatischen Belastungsstörungen bei Ehefrauen und Phobien bei Ehemännern; ähnlich war Drogenmissbrauch/-abhängigkeit bei Ehefrauen mit generalisierter Angst bei Ehemännern assoziiert, und männlicher Drogenmissbrauch/-abhängigkeit war mit posttraumatischen Belastungsstörungen bei Frauen assoziiert. Dysthymie bei Ehefrauen war mit generalisierter Angst und posttraumatischen Belastungsstörungen bei Ehemännern assoziiert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Existenz von Assoziationen zwischen Ehepartnern hinsichtlich des Vorhandenseins psychiatrischer Störungen, entweder ähnlich oder unterschiedlich, hat bedeutende Implikationen sowohl für Kliniker als auch für Forscher. Zukünftige Forschungen sollten darauf abzielen, die ätiologischen Mechanismen dieser Assoziationen zu erkunden.
Fort et al. (Mittwo,) haben diese Frage untersucht.