Verbessert die Messung der Karotis-Intima-Media-Dicke (C-IMT) die kardiovaskuläre Risiko-Stratifizierung in der primären und sekundären Prävention?
Während C-IMT ein unabhängiger Prädiktor für vaskuläre Ereignisse ist, erfordert seine routinemäßige klinische Anwendung zur CVD-Risiko-Stratifizierung standardisierte Protokolle und klare Richtlinien.
Interventionen, die darauf abzielen, kardiovaskuläre Erkrankungen (CVD) zu verhindern, sind effektiver, wenn sie an Personen gerichtet sind, die sorgfältig nach ihrem CVD-Risiko ausgewählt wurden. In der Regel wird dieses Risiko anhand der Präsenz und Schwere konventioneller vaskulärer Risikofaktoren (VRFs) bewertet; jedoch wird Atherosklerose, das Hauptpathologische Substrat der CVD, nicht direkt durch VRFs offengelegt. Die Messung der Arterienwand mit bildgebenden Verfahren hat die frühzeitige Identifizierung von Personen, die anfällig für die Entwicklung von Atherosklerose sind, und die Quantifizierung ihrer Veränderungen im Laufe der Zeit erhöht. Die B-Modus-Ultraschalltechnik erlaubt eine nicht-invasive Bewertung der Arterienwand peripherer Arterien (z.B. extrakranieller Karotisarterien) und liefert Maße des Intima-Media-Dicke-Komplexes (C-IMT) sowie zusätzliche Daten über das Auftreten, die Lokalisation und die Morphologie von Plaques. Als unabhängiger Prädiktor für vaskuläre Ereignisse wurde C-IMT als Werkzeug zur Optimierung der Schätzung des CVD-Risikos betrachtet, jedoch ist diese Anwendung weiterhin umstritten. Obwohl die Technik unschädlich, relativ kostengünstig und wiederholbar ist, wird ihre Anwendung in der klinischen Praxis durch den Mangel an standardisierten Protokollen und klaren Richtlinien eingeschränkt. Diese Übersicht skizziert die Gründe für den potenziellen Einsatz von C-IMT in der Stratifizierung des kardiovaskulären und zerebrovaskulären Risikos und diskutiert mehrere Themen im Zusammenhang mit der Messung dieser Variablen, die unter Experten auf diesem Gebiet weiterhin umstritten sind.
Ravani et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.