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Zusammenfassung Kanada hat in der Psychiatrie eine privilegierte Stellung. Unter dem Einfluss britischer und amerikanischer Schulen profitiert es auch stark von dem Einfluss der französischen Psychiatrie, insbesondere bei französischsprachigen Psychiatern. Es ist nicht ohne Interesse, inwieweit diese verschiedenen Einflüsse tatsächlich die gesamte kanadische Psychiatrie betreffen. Die hier dargestellte Studie deutet nur an, welche unterschiedlichen Auswirkungen diese Einflüsse auf die diagnostische Praxis und klinischen Urteile haben. Die Grenzen der Studie erlauben leider nicht, das französischsprachige Beitragsfeld einzubeziehen. Es werden einige der Einflüsse der britischen und amerikanischen Psychiatrie in Kanada aufgezeigt. So zeigt sich, dass die Konzepte, die in beiden Ländern verwendet werden, auch in Kanada vorkommen. Zwei Streitpunkte zwischen Briten und Amerikanern in Bezug auf die Diagnose werden untersucht. Die kanadischen Psychiater, die an dieser Arbeit beteiligt waren, scheinen jedoch eine Position einzunehmen, die näher an ihren amerikanischen Kollegen als an ihren britischen Pendants liegt. Psychiater aus den drei Ländern klassifizieren die Psychopathologie der Patienten auf die gleiche Weise, jedoch stellen amerikanische und kanadische Psychiater immer einen höheren Pathologiegrad fest als ihre britischen Kollegen. Bei Meinungsverschiedenheiten über die verwendeten psychiatrischen Begriffe zur Beschreibung der Psychopathologie tendieren die Kanadier dazu, einen Mittelweg zwischen Amerikanern und Briten zu finden. Wenn man nach den diagnostischen Begrifflichkeiten urteilt, die zur Beschreibung dieser Patienten verwendet werden, greift eine große Anzahl kanadischer Psychiater auf ein erweitertes Konzept der Schizophrenie zurück. Dieses Konzept, das Patienten mit affektiver Symptomatik umfasst, ist typischer für die amerikanische Psychiatrie als für die britische. Darüber hinaus haben einige kanadische Psychiater das Konzept der pseudoneurotischen Schizophrenie übernommen. Einige Hinweise deuten darauf hin, dass dieser Einfluss bei kanadischen Psychiatern, die in den USA ausgebildet wurden, stärker ausgeprägt ist als bei denen, die in Großbritannien oder Kanada ausgebildet wurden. Die festgestellten Unterschiede zwischen kanadischen Psychiatern einerseits und britischen sowie amerikanischen Psychiatern andererseits laden zu einer vertiefenden Untersuchung dieser Phänomene ein.
Sharpe et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.