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ZIEL: Die Autoren wollten die langfristigen Auswirkungen des plötzlichen elterlichen Todes auf Jugendliche und die Wege zwischen Jugendtrauern und Beeinträchtigung bestimmen. METHODEN: Jugendliche (N=216), die einen Elternteil durch Suizid, Unfall oder plötzlichen natürlichen Tod verloren haben, und nicht betroffene Jugendliche (N=172) wurden über einen Zeitraum von bis zu 7 Jahren regelmäßig untersucht. Die Inzidenz und Prävalenz von Störungen und funktionaler Beeinträchtigung sowie die Wege zur Beeinträchtigung wurden mithilfe von Cox- und gemischten logistischen Regressionsanalysen sowie struktureller Gleichungsmodellierung beurteilt. ERGEBNISSE: Vor dem elterlichen Tod hatten trauernde Jugendliche höhere Raten psychischer Störungen, elterlicher psychischer Störungen und Misshandlung. Selbst nach Anpassung an Risikofaktoren vor dem Tod war Trauer mit einer erhöhten Inzidenz von Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen und funktionaler Beeinträchtigung assoziiert. Die höchste Inzidenz von Depressionen trat in den ersten 2 Jahren nach der Trauer auf, wobei neue Depressionen hauptsächlich bei denen auftraten, die einen Elternteil im Alter von 12 Jahren oder jünger verloren hatten. Jugendliche, die durch alle drei Todesursachen betroffen waren, wiesen zu allen Zeitpunkten höhere Beeinträchtigungsraten auf. Die strukturelle Gleichungsmodellierung ergab, dass Trauer einen direkten Effekt auf die Beeinträchtigung hatte und auch über ihre Auswirkungen auf frühe und spätere Depression sowie durch negative Lebensereignisse mit Beeinträchtigung verbunden war. Psychische Störungen bei Kindern vor dem elterlichen Verlust trugen ebenfalls zur funktionalen Beeinträchtigung bei. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Der Tod eines Elternteils erhöhte die Inzidenz von Depressionen bei den Nachkommen früh im Verlauf der Trauer. Eine frühe Identifizierung und Behandlung von Depressionen bei trauernden Jugendlichen und die Stärkung der familiären Resilienz können vor späteren Folgen einer funktionalen Beeinträchtigung schützen.
Pham et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.
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