Key points are not available for this paper at this time.
Die Bewertung des diagnostischen Nutzens der rektalen Biopsie bei der Transplantat-gegen-Wirt-Krankheit (GVHD), wobei der Kryptenabszess als ein wichtiges diagnostisches Kriterium verwendet wurde, basierte auf 52 Patienten, die Knochenmark-Allotransplantate wegen Leukämie oder aplastischer Anämie erhalten hatten. Sechsunddreißig dieser Patienten hatten akute GVHD nach den bioptischen Kriterien der Haut. Diese 36 Patienten zeigten eine starke Assoziation des rektalen Kryptenabszesses mit dem Schweregrad der klinischen GVHD. Ein hohes Stuhlvolumen korrelierte ebenfalls stark mit dem Kryptenabszess. Patienten ohne eindeutige Evidenz für GVHD hatten in der Regel eine normale rektale Histologie. Serienstudien zeigten eine gute Korrelation der Ergebnisse der rektalen Biopsie mit dem klinischen Verlauf der akuten GVHD. Patienten mit chronischer GVHD wiesen nur während der akuten Phase eine rektale Mukosaschädigung auf. Die rektale Histologie bei der Autopsie spiegelte die iliale und zökale Erkrankung genau wider. Die rektale Biopsie ist eine nützliche Ergänzung zu seriellen Hautbiopsien bei der Diagnostik von GVHD beim Menschen.
Sale et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.