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Viele Wissenschaftler haben argumentiert, dass das kulturelle Kapital der Schüler einen positiven Einfluss auf die akademische Leistung hat, da Schüler mit kulturellem Kapital bessere Beziehungen zu ihren Lehrern haben (der „Lehrer-Auswahl“ Effekt). Die Theorie weist jedoch auch auf die Bedeutung eines „Selbst-Auswahl“ Effekts hin, bei dem das kulturelle Kapital der Schüler einen positiven Einfluss auf die akademische Leistung hat, indem es die Erwartungen der Schüler an zukünftige Bildungsabschlüsse steigert. Anhand von Daten der National Education Longitudinal Study schätze ich strukturelle Gleichungsmodelle, um empirisch zu bewerten, inwieweit die Wahrnehmungen der Lehrer über die Schüler und die Bildungserwartungen als Mechanismen des Effekts des kulturellen Kapitals auf Noten und standardisierte Testergebnisse fungieren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahrnehmungen der Lehrer, entgegen den theoretischen Erwartungen, den Einfluss des kulturellen Kapitals auf die akademische Leistung nicht mediatieren. Bildungs-erwartungen beeinflussen jedoch Teile des Effekts des kulturellen Kapitals auf Noten und Testergebnisse.
Tina Wildhagen (Do,) hat diese Frage untersucht.
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