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Embryonale Stammzellen (ESCs) stammen aus der inneren Zellmasse von Präimplantationsblastocysten. Jahrzehntelang waren Versuche, ESCs effizient aus Bestandsarten abzuleiten, erfolglos, aber dieses Ziel wurde kürzlich bei Rindern erreicht. Zusammen mit der jüngsten Rekonstitution der Keimzellentwicklungsprozesse aus ESCs bei Mäusen eröffnen diese Errungenschaften neue Wege für die Entwicklung vielversprechender Technologien zur Verbesserung der Gesundheit, der Tierproduktion und der Umwelt. In diesem Artikel präsentieren wir eine Strategie, die die genetische Verbesserung in Viehpopulationen erheblich beschleunigen wird, indem der Generationsintervall verkürzt wird, nämlich die in-vitro-Zucht (IVB). IVB kombiniert genomische Selektion, eine weit verbreitete Strategie zur genetischen Verbesserung von Tieren, mit der Ableitung von ESCs und der in-vitro-Differenzierung von Keimzellen aus pluripotenten Stammzellen. Wir überprüfen auch die neuesten Erkenntnisse in den Bereichen, auf denen IVB basiert. Es gibt Hinweise darauf, dass diese Strategie bald in Reichweite sein wird.
Goszczynski et al. (Freitag) untersuchten diese Frage.