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Zusammenfassung Die Reproduzierbarkeit ist zu einem Kriterium in den Naturwissenschaften geworden, und ihre Anwendung breitet sich allmählich auf die digitalen Geisteswissenschaften aus. Die FAIR-Kriterien und die Veröffentlichung von Datendokumenten sind beides Anzeichen für diesen Trend. Die Frage, die sich jedoch stellt, ist, ob die strengen Voraussetzungen der digitalen Reproduzierbarkeit lediglich dazu dienen, die digitalen Geisteswissenschaften von einem breiteren geisteswissenschaftlichen Diskurs auszuschließen. Anstatt einen binären Ansatz zu verfolgen, erkennt eine alternative Methode die einzigartigen Merkmale der Objekte, Untersuchungen und Techniken der Geisteswissenschaften, einschließlich der digitalen Geisteswissenschaften, sowie die sozialen und historischen Kontexte an, in denen sich das Konzept der Reproduzierbarkeit in den Geisteswissenschaften entwickelt hat. Im ersten Teil dieses Papiers schlage ich vor, den historischen und disziplinären Kontext zu untersuchen, in dem sich das Konzept der Reproduzierbarkeit innerhalb der Geisteswissenschaften entwickelt hat, und die disziplinären Kämpfe zu beleuchten, die damit verbunden sind, insbesondere für die Kunstgeschichte und die Literaturwissenschaft. Im zweiten Teil werde ich die Frage der Reproduzierbarkeit anhand von zwei kunstgeschichtlichen Forschungsprojekten untersuchen, die verschiedene computergestützte Methoden nutzen. Ich argumentiere, dass Fragen von Korpus, Methode und Interpretation nicht getrennt werden können, was eine prozedurale Definition von Reproduzierbarkeit unpraktisch macht. Folglich schlage ich die Einführung der „post-komputationalen Reproduzierbarkeit“ vor, die sich auf die FAIREST-Kriterien bezieht, soweit digitale Korpora betroffen sind (FAIR + Ethik und Expertise, Quellenangabe + Zeitstempel), aber auch auf weitere Quellen ausgeweitet wird, die rechnergestützte Ergebnisse mit anderen nicht-rechnergestützten Methoden bestätigen.
Béatrice Joyeux-Prunel (Wed,) hat diese Frage untersucht.
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