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HINTERGRUND: In Südafrika sind begrenzte personelle Ressourcen ein großes Hindernis für die Erreichung einer universellen Abdeckung mit antiretroviraler Therapie (ART). Viele der im öffentlichen Sektor tätig gewordenen HIV-Kliniken in tertiären Einrichtungen, die als die ersten im Land ART bereitstellten, haben die maximale Patienten-Kapazität erreicht. Dezentralisierung oder "Herunterweisung" (bei der ART-Patienten, die als stabil in der Therapie gelten, an ihre nächstgelegenen Primärgesundheitskliniken (PHCs) zur Nachsorge überwiesen werden) wird als mögliche Alternative zur ART-Versorgung verwendet. Diese querschnittliche qualitative Studie untersucht die Einstellungen zur Herunterweisung der ART-Versorgung unter Patienten, die derzeit in einer zentralisierten tertiären HIV-Klinik betreut werden. METHODEN: Im frühen Jahr 2008 wurden zehn Fokusgruppendiskussionen (FGDs) mit 76 Teilnehmern unter ART-Patienten durchgeführt, die seit mehr als 3 Monaten in der tertiären HIV-Klinik behandelt wurden. Berechtigte Personen wurden eingeladen, an FGDs mit 6-9 Teilnehmern teilzunehmen, die etwa 1-2 Stunden dauerten. Ein geschulter Moderator verwendete einen Diskussionsleitfaden, um die Hauptinteressensgebiete zu untersuchen, darunter: Vor- und Nachteile der Herunterweisung, potenzielle motivierende Faktoren und Herausforderungen der Herunterweisung, Unterstützungsbedarfe von der überweisenden Klinik sowie von den PHCs. ERGEBNISSE: Zu den Vorteilen gehören die Nähe zu den Wohnorten der Patienten, Ersparnisse bei Transport und Zeit. Patienten bevorzugen jedoch einen zentralisierten Service aus folgenden Gründen: weniger Stigmatisierung, etablierte Beziehungen zu der zentralisierten Klinik und Verfügbarkeit von ergänzenden Dienstleistungen. Die meisten FGDs waren der Meinung, dass für die Herunterweisung die Schulung von Pflegekräften in der Kommunikation zwischen Patienten und Anbietern notwendig sei. SCHLUSSFOLGERUNG: Trotz der Anerkennung der Vorteile der Herunterweisung durch Nähe und geringere Transportkosten äußerten viele Teilnehmer Bedenken hinsichtlich des Mangels an geschultem HIV-Klinikpersonal, negativer Interaktionen zwischen Patienten und Pflegekräften, begrenzter Vertraulichkeit und Stigmatisierung. Es gab einen Konsens, dass Schulungen für Pflegekräfte und verbesserte Gesundheitssysteme in den lokalen Kliniken erforderlich sind, wenn eine erfolgreiche Herunterweisung stattfinden soll.
Mukora et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.
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