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ZIELSETZUNGEN: Mit funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) während einer motorischen Aufgabe untersuchten wir die funktionalen Korrelate der zentralen Fatigue bei Multipler Sklerose (MS) sowie die Anpassung der motorischen Netzwerkrekrutierung während eines verlängerten Aufwands. METHODEN: Motorische fMRT-Daten wurden von 79 MS-Patienten (50 mit Fatigue (F), 29 ohne Fatigue (nF)) und 26 angepassten gesunden Kontrollen (HC) erhoben. Kognitive und physische Fatigue wurden mit der Modifizierten Fatigue Impact Skala (MFIS) bewertet. ERGEBNISSE: Im Vergleich zu HC und nF-Patienten erlebten F-MS-Patienten reduzierte Aktivierungen des linken mittleren Schläfenlappens, des linken supplementären motorischen Areals (SMA), beidseitigen oberen Frontallappens, des linken postzentralen Gyrus und der Basalganglienregionen. Sie zeigten außerdem eine erhöhte Aktivierung des rechten mittleren Frontallappens (MFG). Die Zeitmodulationsanalyse zeigte eine reduzierte Aktivität des SMA und des rechten präzentralen Gyrus sowie eine erhöhte Aktivität der Basalganglien in HC. Ein solcher Trend war bei F-MS-Patienten beeinträchtigt. Bei MS-Patienten war die erhöhte MFG-Aktivität mit MFIS-Werten assoziiert. Der physische MFIS-Wert war mit einer reduzierten Rekrutierung des rechten Thalamus und SMA verbunden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Abnormalitäten und eine beeinträchtigte zeitliche Aktivierung zwischen verschiedenen Bereichen der motorischen und exekutiven Netzwerke treten bei F-MS-Patienten auf. Die Dysfunktion kritischer kortikaler Bereiche trägt zur Entstehung der zentralen Fatigue bei.
Rocca et al. (Donnerstag) untersuchten diese Frage.