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KONTEXT: Fakultätsmitglieder verwenden häufig globale Bewertungsskalen als Methode zur Beurteilung verschiedener Merkmale der klinischen Leistung von Medizinstudenten. Ziel dieser Studie war es zu bestimmen, ob einige Leistungsmerkmale stärker mit der Gesamtnote der Fakultät assoziiert sind als andere. METHODEN: Die klinische Leistung von 211 Medizinstudenten im chirurgischen Praktikum wurde von 2 oder 3 Fakultätsdozenten bewertet. Die Fakultätsmitglieder bewerteten die Studenten anhand von 10 spezifischen Leistungsmerkmalen mit einer 5-Punkte-Skala. Anschließend vergaben die Fakultätsmitglieder eine numerische Note, die die Sicht der Fakultät auf die Leistung des Studenten zusammenfasste. Die Zuverlässigkeit der Bewertungen wurde durch die Intraklassenkorrelation geschätzt, und eine einfache (Varianzanalyse) ANOVA wurde verwendet, um Unterschiede zwischen den Durchschnittsbewertungen der Studenten zu testen. Die logistischer Regression wurde eingesetzt, um die Genauigkeit jeder Leistungskennzahl bei der Vorhersage der Noten der Studenten (A oder B) zu bestimmen. Schrittweise logistische Regression wurde verwendet, um festzustellen, ob es eine Kombination von Leistungsmerkmalen gibt, die die Noten der Studenten am besten vorhersagt. ERGEBNISSE: Die Interrater-Zuverlässigkeiten waren niedrig (≤ 0,33). Vier der 10 Leistungsmerkmale erwiesen sich als die besten Prädiktoren für die vergebenen Noten (80%). Das am wenigsten prädiktive Merkmal erreichte jedoch eine Genauigkeit von 75%. Die schrittweise logistische Regression zeigte, dass Kombinationen aus 2 oder 3 der 10 Leistungsmerkmale die Vorhersagegenauigkeit um ≤ 4% erhöhten. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Bewertung eines einzelnen Merkmals sagt die Gesamtnote eines Studenten sehr genau voraus. Zusätzliche Maßnahmen erhöhen die Vorhersagegenauigkeit nicht wesentlich. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Fakultät eine relativ undifferenzierte Beurteilung bei der Vergabe der Noten für Studenten vornimmt und dass die Verwendung von Mehrfachfragenformularen zur Bewertung der klinischen Leistung von Medizinstudenten kaum Vorteile bringt.
Pulito et al. (Sonntag) untersuchten diese Frage.