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Die Covid-19-Pandemie markiert einen Wandel im Ansatz der EU zum multilateralen System. Gerade zu einem Zeitpunkt, als die EU bestrebt ist, zwischen den USA und China nicht zerquetscht zu werden, wurde die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu einem der neuen Schauplätze in der Weltpolitik. Diese normsetzende internationale Organisation für Gesundheit stand bereits unter Druck wegen einer Vielzahl anderer Organisationen, die in ihr Mandat eindringen, reduzierte Kernfinanzierung und schwache Governance, verstärkt durch eine stark dezentralisierte Struktur. Dieser Artikel wird den Ansatz von Exit, Stimme und Loyalität nutzen, um zu analysieren, wie die EU im multilateralen System während der ersten Phase der Covid-19-Krise in Verbindung mit der WHO und dem Impfstoffwettlauf agierte. Ein Vergleich wird mit der Positionierung der EU im Bereich globale Gesundheit im vergangenen Jahrzehnt angestellt. Ist die EU wirklich verpflichtet, den Multilateralismus im globalen Gesundheitswesen durch die WHO zu fördern, und hat die Covid-19-Pandemie einen strukturellen Wandel bewirkt?
Schraik et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.