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HINTERGRUND: Es wird zunehmend auf die Transparenz potenzieller Interessenkonflikte in der klinischen Medizin und den biomedizinischen Wissenschaften geachtet, insbesondere im Bereich der Zeitschriftenveröffentlichung und der wissenschaftlichen Beratungsgremien. Die Autoren untersuchten das Ausmaß und die Art der finanziellen Verbindungen zur Pharmaindustrie von Mitgliedern des Panels, die für die Überarbeitung des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen (DSM) verantwortlich sind. METHODEN: Durch den Einsatz multimodaler Screening-Techniken untersuchten die Autoren die finanziellen Verbindungen zur Pharmaindustrie von 170 Panelmitgliedern, die zu den diagnostischen Kriterien für das DSM-IV und das DSM-IV-TR beigetragen haben. ERGEBNISSE: Von den 170 DSM-Panels hatten 95 (56 %) eine oder mehrere finanzielle Verbindungen zu Unternehmen der Pharmaindustrie. Hundert Prozent der Mitglieder der Gremien für 'Affektive Störungen' und 'Schizophrenie und andere psychotische Störungen' hatten finanzielle Verbindungen zu Pharmaunternehmen. Die wichtigsten Kategorien des finanziellen Interesses, die von den Panelmitgliedern gehalten wurden, waren Forschungsförderung (42 %), Beratungsverträge (22 %) und Referentenhonorare (16 %). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Unsere Untersuchung der Beziehungen zwischen DSM-Panelmitgliedern und der Pharmaindustrie zeigt, dass es starke finanzielle Verbindungen zwischen der Industrie und denjenigen gibt, die für die Entwicklung und Modifizierung der diagnostischen Kriterien für psychische Erkrankungen verantwortlich sind. Die Verbindungen sind insbesondere in jenen diagnostischen Bereichen stark, in denen Medikamente die erste Behandlungsoption für psychische Störungen darstellen. Eine vollständige Offenlegung der finanziellen Beziehungen der DSM-Panelmitglieder zu gewinnorientierten Unternehmen, die Medikamente herstellen, die zur Behandlung von psychischen Erkrankungen eingesetzt werden, wird empfohlen.
Cosgrove et al. (Sun,) studierten diese Frage.
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