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In dieser Übersichtsarbeit zur experimentellen Untersuchung von sozial erleichtertem Verhalten ist der erste Punkt, der betont werden muss, dass der Begriff beschreibend verwendet werden sollte, ohne kausale Implikationen. Angesichts der Vielfalt der Phänomene ist es wahrscheinlich, dass die Mechanismen, die sozial erleichtertem Verhalten zugrunde liegen, nicht nur zwischen Arten, sondern auch innerhalb einer Art in unterschiedlichen Situationen variieren werden. Funktional dürfte sozial erleichtertes Verhalten wichtiger sein als Umweltfaktoren, um Gruppensynchronität zu erreichen, da erstere die feinkörnigen Anpassungen zur umweltbedingten Kontrolle der Synchronität liefern. Durch die Erhaltung der Gruppe wird sozial erleichtertes Verhalten daher dazu neigen, die Ausnutzung von Ressourcen und den Schutz vor Fressfeinden zu optimieren, die beiden am häufigsten vorgeschlagenen Vorteile des Gruppenlebens. Sozial erleichtertes Verhalten könnte auch die reproduktive Synchronität fördern, was die Überlebenschancen des Nachwuchses erhöht. Die aktuellen experimentellen Techniken in diesen Studien lassen viel zu wünschen übrig. Es scheint wenig zu empfehlen, weitere Demonstrationen von Fällen sozial erleichterten Verhaltens ohne den Versuch, die Details der Interaktionen zwischen den Individuen aufzuzeichnen oder die zugrunde liegenden kausalen Mechanismen zu erklären. Da ein soziales Tier durch Isolation "gestresst" wird, wird kein einfacher Vergleich der Häufigkeit, mit der ein bestimmter Akt in einer sozialen Situation im Vergleich zur Isolation auftritt, sehr informativ sein. Eine umfassendere Betrachtung der Situationen, in denen sozial erleichtertes Verhalten auftreten kann, wird als notwendig erachtet; die Untersuchung von Stimulusvariablen könnte die von motivationalen, ontogenetischen oder sozialen kausalen Einflüssen ergänzen. Eine sorgfältige Betrachtung der sozialen Interaktionen, die an sozial erleichtertem Verhalten sowie dessen Kausalität und Funktion beteiligt sind, ist von entscheidender Bedeutung, wenn diese Studien zum Verständnis des Phänomens in einer Weise beitragen sollen, die enger mit dem natürlichen Leben der Art verbunden ist.
David A. Clayton (Fr,) untersuchte diese Frage.