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Zusammenfassung Das Muster der Plasma-Lipide und -Lipoproteine wurde bei 130 grönländischen Eskimos an der Westküste untersucht, die einen Lebensstil und insbesondere Ernährungsgewohnheiten aufweisen, die denen der ursprünglichen Eskimos recht ähnlich und wesentlich unterschiedlich von denen der Westeuropäer sind. Die Altersgruppen der untersuchten Personen wurden so gewählt, dass sie mit den Altersgruppen vergleichbar sind, in denen ischämische Herzerkrankungen bei Westeuropäern vorherrschen. Die Ergebnisse der Bestimmung von Plasma-Lipiden und -Lipoproteinen bei den 130 grönländischen Eskimos an der Westküste, 69 Frauen und 61 Männern, wurden mit denen einer ähnlichen Untersuchung in Dänemark verglichen, die 25 weibliche Eskimos in Dänemark einschloss. Signifikant niedrigere Konzentrationen von Gesamtlipiden, Cholesterin, Triglyceriden, β-Lipoproteinen und pre-β-Lipoproteinen wurden bei Eskimos im Vergleich zu dänischen Kontrollen gefunden. Die Studie über die in Dänemark lebenden Eskimos ergab Plasma-Lipidwerte, die signifikant höher waren als bei den Eskimos in Grönland und gleich hoch wie bei den dänischen Kontrollen. Dies spricht stark gegen eine genetische und für eine umweltbedingte Ursache der niedrigen Lipid- und Lipoproteinkonzentrationen bei grönländischen Eskimos. Wie in anderen Gesellschaften mit niedrigen Plasma-Lipidkonzentrationen ist koronare Atherosklerose unter grönländischen Eskimos selten. Die Eskimos haben trotz einer hohen Fettaufnahme eine niedrige Plasma-Lipidkonzentration. Dies könnte durch die spezielle Zusammensetzung der Eskimo-Diät erklärt werden, die niedrige Gehalte an gesättigten und hohe Gehalte an ungesättigten Fettsäuren aufweist. Neben der koronaren Atherosklerose ist Diabetes mellitus unter Eskimos sehr selten. Eine Korrelation dazu mit der sehr niedrigen Konzentration von Plasma-Triglyceriden und pre-β-Lipoproteinen ist verlockend, aber rein spekulativ.
Bang et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.
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