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Dieser Artikel führt den Begriff "Ethnokratie" als Regimetyp ein. In Ethnokratien wie Bosnien und Libanon werden politische Parteien hauptsächlich entlang ethnisch-religiöser Linien definiert, zentrale Staatspositionen werden entsprechend der ethnischen Gruppenmitgliedschaft vergeben, und Bildungs- sowie andere Institutionen sind offiziell nach ethnischen Kategorien segmentiert. Während die Einführung ethnokratischer Regime nach gewalttätigen Konflikten manchmal mit einem Rückgang der Gewalt einherging, brachte sie auch neue und institutionelle Hindernisse mit sich, die den Übergang zur liberalen Demokratie erschweren. Dieser Artikel definiert Ethnokratie, unterscheidet sie vom Konsosiationalismus, erörtert ihre Probleme, geht auf das rätselhafte Phänomen der Förderung von Ethnokratien durch liberale Mächte ein und bietet Alternativen für jene, die eine liberale Demokratie in postkonfliktären, multiethnischen Gesellschaften fördern möchten.
Lise Morjé Howard (Mon,) untersuchte diese Frage.