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Das bcl-2-Genprodukt hat sich als Fähigkeit zur Verhinderung des apoptotischen Zelltodes erwiesen. Wir haben nun die bcl-2-Proteinexpression bei ruhenden und aktivierten reifen T-Zell-Populationen untersucht. Frisch isolierte CD45RO+ T-Zellen innerhalb der CD4+ und CD8+ Subgruppen wiesen signifikant weniger bcl-2 auf als CD45RO- (CD45RA+) T-Zellen (p < 0.001). Als CD45RA+ T-Zellen innerhalb der beiden CD4+ und CD8+ Subgruppen in vitro aktiviert wurden, war der Übergang zum CD45RO-Phänotyp mit einem Rückgang der bcl-2-Expression verbunden. Patienten mit akuten Virusinfektionen, wie z.B. infektiöser Mononukleose, verursacht durch Epstein-Barr-Viren, oder Windpocken, resultierend aus einer varicella zoster-Virus-Infektion, hatten zirkulierende Populationen aktivierter CD45RO+ T-Zellen, die ebenfalls eine niedrige bcl-2-Expression zeigten. Bei diesen Patienten wurde eine signifikante Korrelation zwischen der niedrigen bcl-2-Expression aktivierter T-Zellen und ihrer Apoptose in Kultur beobachtet (r = 0.94, p < 0.001). Diese Ergebnisse legen nahe, dass die primäre Aktivierung von T-Zellen zu einer Expansion einer Population führt, die dazu bestimmt ist zu vergehen, es sei denn, sie wird durch ein externes Ereignis gerettet. So könnte der Selbstmord von CD45RO+ T-Zellen durch die Zugabe von Interleukin 2 zum Kulturmedium verhindert werden, was zu einem gleichzeitigen Anstieg der bcl-2-Expression dieser Zellen führte. Alternativ wurde die Apoptose auch verhindert, indem die aktivierten T-Lymphozyten mit Fibroblasten ko-kultiviert wurden, die die Lebensfähigkeit der lymphoiden Zellen in einem ruhenden Zustand, jedoch mit niedriger bcl-2-Expression, aufrechterhielten. Das Paradoxon, dass die CD45RO+ Population den primierten/gedächtnis T-Zell-Pool enthält, aber eine niedrige bcl-2-Expression aufweist und anfällig für Apoptose ist, kann durch die Beobachtungen reconciled werden, dass die Erhaltung des T-Zell-Gedächtnisses von der kontinuierlichen Restimulation der T-Zellen abhängen kann, was deren bcl-2-Expression erhöht. Darüber hinaus kann die Neigung der CD45RO+ T-Zellen zur Extravasation die Begegnung mit fibroblastähnlichen Zellen im Gewebe-Stroma erleichtern und damit einen wichtigen zusätzlichen Faktor darstellen, der das Überleben ausgewählter primierter/gedächtnis T-Zellen in vivo fördert.
Akbar et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.