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Der Bereich der Philadelphia-chromosom-negativen chronischen myeloproliferativen Neoplasien (MPNs) hat kürzlich enorme Fortschritte im grundlegenden Wissen über die Krankheits-Pathophysiologie erlebt, die auf die Identifizierung von Mutationen in JAK2 und MPL folgten. Diese Entdeckungen führten zu einer Überarbeitung der von der Weltgesundheitsorganisation verwendeten Diagnosekriterien. Die prognostische Rolle der JAK2V617F-Mutation und ihrer allelischen Belastung war Ziel intensiver Forschungsarbeiten unter Verwendung verschiedener zellulärer und tierexperimenteller Modelle sowie in großen Patientenkohorten. Während zu all diesen Fragen noch keine endgültige Position eingenommen werden kann, besteht Einigkeit darüber, dass das Vorhandensein einer höheren V617F-Allelbelastung, das auf eine stärkere Aktivierung intrazellulärer Signalwege zurückzuführen ist, mit dem klinischen Phänotyp der Polycythaemia vera und mit definierten hämatologischen und klinischen Markern einhergeht, die auf einen aggressiveren Phänotyp hinweisen. Andererseits ist eine niedrige Allelbelastung bei Myelofibrose mit einer geringeren Überlebensrate assoziiert. Schließlich wurde bei Patienten, die mit Interferon behandelt wurden, eine signifikante Reduktion der JAK2 V617F-Allelbelastung nachgewiesen, während die Auswirkungen neuer JAK1- und JAK2-Inhibitoren noch nicht vollständig festgestellt werden konnten.
Vannucchi et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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