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Musik ist allgemein bekannt für ihre Fähigkeit, Emotionen hervorzurufen. Die Bewertung spezifischer, durch Musik hervorgerufener Emotionen, die nicht durch verbale Selbstberichte erfolgen, hat sich jedoch als schwierig erwiesen. In der vorliegenden Studie untersuchten wir, ob Effekte der Stimmungskongruenz als indirekte Maße spezifischer, durch Musik hervorgerufener Emotionen verwendet werden könnten. Zunächst hörten die Teilnehmer 15 Musikstücke, die ausgewählt wurden, um unterschiedliche Emotionen hervorzurufen; nach jedem Stück wurden sie aufgefordert, vier verschiedene Bilder anzusehen. Die Bilder konnten entweder: (1) eine Emotion vermitteln, die mit der durch die Musik vermittelten Emotion kongruent ist (d.h. kongruente Bilder); (2) eine andere Emotion als die der Musik vermitteln oder keine Emotion vermitteln (d.h. inkongruente Bilder). Zweitens absolvierten die Teilnehmer eine Erkennungsaufgabe, die neue Bilder sowie bereits gesehene kongruente und inkongruente Bilder umfasste. Basierend auf früheren Erkenntnissen zu Effekten der Stimmungskongruenz haben wir die Hypothese aufgestellt, dass, wenn Musik eine bestimmte Emotion hervorruft, dies das Einprägen von Bildern, die dieselbe Emotion vermitteln, erleichtern würde. Die Ergebnisse zeigten, dass die Genauigkeit in der Erkennungsaufgabe tatsächlich höher war für emotional kongruente Bilder als für emotional inkongruente. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass durch Musik hervorgerufene Emotionen einen Einfluss auf die anschließende kognitive Verarbeitung emotionaler Stimuli haben, was auf eine Rolle von stimmungskongruenzbasierten Abrufaufgaben als non-verbale Methoden zur Identifikation spezifischer, durch Musik hervorgerufener Emotionen hinweist.
Talamini et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.