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HINTERGRUND: Die Spiegel endogener Hormone wurden mit dem Risiko für Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen in Verbindung gebracht. Wenig Forschung hat jedoch die Beziehung zwischen Hormonspiegeln und dem Tumorrezeptorstatus oder invasivem im Vergleich zu in situ-Tumorstatus untersucht. Auch die Beziehung zwischen Brustkrebsrisiko und postmenopausalen Progesteronspiegeln wurde nicht untersucht. Wir haben diese Beziehungen prospektiv in einer Fall-Kontroll-Studie untersucht, die im Nurses' Health Study eingebettet war. METHODEN: Blutproben wurden prospektiv zwischen 1989 und 1990 entnommen. Bei berechtigten postmenopausalen Frauen wurden bis zum 30. Juni 1998 322 Fälle von Brustkrebs (264 invasiv, 41 in situ, 153 mit östrogenrezeptorpositiven ER+ und progesteronrezeptorpositiven PR+ Tumoren und 39 ER-negativen und PR-negativen Tumoren) berichtet. Für jeden Fall wurden zwei Kontrollpersonen (n = 643) nach Alter und Blutentnahme (nach Monat und Tageszeit) gematcht. Die endogenen Hormonspiegel wurden im Blutplasma gemessen. Wir verwendeten bedingte und unbedingte logistische Regressionsanalysen, um Assoziationen zu bewerten und um für etablierte Brustkrebsrisikofaktoren zu kontrollieren. ERGEBNISSE: Wir beobachteten eine statistisch signifikante direkte Assoziation zwischen Brustkrebsrisiko und dem Niveau sowohl von Östrogenen als auch von Androgenen, aber wir fanden keine (nach Jahr) statistisch signifikanten Assoziationen zwischen diesem Risiko und dem Niveau von Progesteron oder Sexualhormon-bindendem Globulin. Als wir die Analyse auf Fallpersonen mit ER+/PR+-Tumoren beschränkten und die höchsten mit den niedrigsten Vierteln der Plasmahormonkonzentration verglichen, beobachteten wir ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs, das mit Estradiol (relatives Risiko RR = 3,3, 95%-Konfidenzintervall CI = 2,0 bis 5,4), Testosteron (RR = 2,0, 95% CI = 1,2 bis 3,4), Androstendion (RR = 2,5, 95% CI = 1,4 bis 4,3) und Dehydroepiandrostendion-Geschwefel (RR = 2,3, 95% CI = 1,3 bis 4,1) assoziiert war. Darüber hinaus schienen alle Hormone am stärksten mit in situ-Erkrankungen assoziiert zu sein. SCHLUSSFOLGERUNG: Zirkulierende Spiegel von Sexualsteroid-Hormonen könnten am stärksten mit dem Risiko von ER+/PR+-Brusttumoren assoziiert sein.
Missmer et al. (Di,) haben diese Frage untersucht.