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Dieser Artikel soll die Berücksichtigung und Diskussion ethischer Fragestellungen bei motivationalen Interventionen fördern. Das populäre Konzept der "Leugnung" durch Klienten umfasst ein breites Spektrum an motivationalem Verhalten, einschließlich Lügen, Wahrnehmungsverzerrung, Unkenntnis, Ambivalenz, Widerstand und Reaktanz. Das "Problem der Motivation" tritt typischerweise auf, wenn ein Therapeut ein Problem wahrnimmt und einen ausreichenden Änderungsbedarf bei jemandem sieht, der diese Wahrnehmung nicht teilt. Bei der Überlegung, wie man auf solche Situationen reagieren kann, kann man sich ein Kontinuum von Bereitschaftsniveaus für Veränderungen sowie therapeutische Strategien vorstellen, die von Passivität bis Zwang reichen. Ethische Bedenken entstehen, wenn ein wahrgenommener Missmatch zwischen Bereitschaftsniveau und Interventionsstrategie besteht. Motivationales Interviewing ist ein Mittelweg zwischen Passivität und Zwang, der versucht, intrinsische Motivation zur Veränderung zu wecken, indem die Inkonsistenz zwischen problematischem Verhalten und dem, was tiefer wertgeschätzt wird, verdeutlicht wird. Die Sorge, dass dieser Ansatz "manipulativ" sei, kombiniert ein beschreibendes Element mit einem bewertenden Aspekt. Drei mögliche beschreibende Bedeutungen werden diskutiert: dass er Verhalten effektiv verändert, dass er dies bei Personen tut, die keine Veränderung suchen oder anfordern, und dass er möglicherweise über Prozesse wirkt, die nicht sofort offensichtlich sind. Ethische Bedenken bezüglich motivationaler Interventionen werden in diesem breiteren Kontext betrachtet.
William R. Miller (Fr) hat diese Frage untersucht.