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HINTERGRUND: Es besteht ein zunehmendes Interesse daran, den aktuellen Stand der Versorgung zu untersuchen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Versorgung und zur Senkung der Kosten am Lebensende zu identifizieren. Ziel dieser Studie ist es, Muster der Nutzung von Gesundheitsdiensten am Lebensende und den Sterbeort zu untersuchen sowie die grundlegenden Merkmale der Verstorbenen in den letzten sechs Monaten ihres Lebens zu beschreiben. METHODEN: Die empirische Analyse basiert auf Daten von 58.732 in der Schweiz lebenden Personen, die zwischen 2007 und 2011 verstorben sind. Alle Verstorbenen hatten eine obligatorische Krankenversicherung bei der Helsana Gruppe, dem größten Krankenversicherer in der Schweiz. Deskriptive statistische Verfahren wurden verwendet, um ein allgemeines Profil der Studienpopulation zu erstellen, und die Determinanten des Ergebnisses für den Sterbeort wurden mit einem ökonometrischen Ansatz analysiert. ERGEBNISSE: Es gab erhebliche und signifikante Unterschiede in der Nutzung der Gesundheitsversorgung in den letzten sechs Lebensmonaten zwischen den Sterbeorten. Die durchschnittliche Anzahl der Konsultationen bei einem Allgemeinmediziner oder Facharzt sowie die Anzahl der verschiedenen Medikamente und die Zahl der Aufenthaltstage im Krankenhaus waren durchgehend am höchsten für die Verstorbenen, die im Krankenhaus verstorben sind. Wir fanden heraus, dass der Tod in der Schweiz am häufigsten in Krankenhäusern eintrat (38,4% aller Fälle), gefolgt von Pflegeheimen (35,1%) und dem Sterben zu Hause (26,6%). Die ökonometrische Analyse deutete darauf hin, dass der Sterbeort signifikant mit Alter, Geschlecht, Region und mehreren chronischen Erkrankungen assoziiert ist. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Bedeutung von Pflegeheimen und der eigenen Wohnung der Patienten als Sterbeort wird in Zukunft weiter zunehmen. Das Wissen um die Determinanten des Sterbeorts und die Muster der Gesundheitsversorgung der Verstorbenen kann Entscheidungsträgern bei der Zuteilung dieser benötigten Gesundheitsdienste in der Schweiz helfen.
Reich et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.