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Die Frage, wie das Gehirn Belohnungsvorhersagefehler darstellt, ist zentral für das Verstärkungslernen und adaptive, zielgerichtete Verhaltensweisen. Frühere Studien haben Vorhersagefehlerdarstellungen in mehreren elektrophysiologischen Signaturen aufgedeckt, aber es bleibt unklar, ob diese elektrophysiologischen Korrelate, die den Vorhersagefehlern zugrunde liegen, empfindlich für Valenz (in signierter Form) oder für Salienz (in unsignierter Form) sind. Ein möglicher Grund betrifft die lose Übereinstimmung zwischen objektiver Wahrscheinlichkeit und subjektiver Vorhersage, die aus dem optimistischen Bias resultiert, das heißt, die Tendenz, die Wahrscheinlichkeit zu überschätzen, positive zukünftige Ereignisse zu erleben. In der vorliegenden Elektroenzephalographie (EEG)-Studie gingen wir dieser Frage nach, indem wir die idiosynkratischen, trial-to-trial Vorhersagefehler der Teilnehmer, die durch subjektive und objektive Wahrscheinlichkeiten hervorgerufen wurden, in zwei Experimenten direkt maßen. Wir verwendeten monetäre Gewinn- und Verlustrückmeldungen in Experiment 1 und positive sowie negative Rückmeldungen, die durch dasselbe Nullwert-Feedback in Experiment 2 kommuniziert wurden. Wir lieferten elektrophysiologische Beweise in Zeit- und Zeitfrequenzdomänen, die sowohl Belohnungs- als auch Salienzvorhersagefehler-Signale unterstützen. Darüber hinaus zeigten wir, dass diese elektrophysiologischen Signaturen hochflexibel und empfindlich für einen optimistischen Bias und verschiedene Formen von Salienz waren. Unsere Ergebnisse werfen neues Licht auf multiple Darstellungen von Vorhersagefehlern im menschlichen Gehirn, die sich in Format und funktioneller Rolle unterscheiden.
Zheng et al. (Mon,) studierten diese Frage.