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Windprodukte von geostationären Satelliten werden seit über 20 Jahren erzeugt und sind nun in numerischen Wettervorhersagesystemen im Einsatz. Allerdings sind geostationäre Satelliten in polaren Breiten von begrenztem Nutzen. Diese Studie zeigt die Machbarkeit der Ableitung von troposphärischen Windinformationen bei hohen Breiten durch polarumlaufende Satelliten. Die verwendete Methodik basiert auf den Algorithmen, die derzeit mit geostationären Satelliten verwendet werden, modifiziert für den Einsatz mit dem Moderaten Auflösungs-Imaging Spektroradiometer (MODIS) im Infrarotbereich und den Wasserdampf-Bändern. Diese Bänder liefern Windinformationen in der gesamten Troposphäre sowohl bei klaren als auch bei bewölkten Bedingungen. Das Projekt stellt einige einzigartige Herausforderungen dar, einschließlich der Unregelmäßigkeit der zeitlichen Probenahme, variierender Betrachtungsgeometrien und Unsicherheiten bei der Zuordnung der Windvektorhöhe aufgrund niedriger atmosphärischer Wasserdampfgehalte und dünner Wolken. Ein 30-tägiger Fallstudiendatensatz wurde erstellt und wird in Modellauswirkungsstudien verwendet. Vorläufige Ergebnisse sind ermutigend: Wenn die MODIS-Winde in das System des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) und das System des NASA Data Assimilation Office assimiliert werden, werden die Vorhersagen der geopotentiellen Höhe für die Arktis, die außertropischen Bereiche der Nordhalbkugel und die Antarktis signifikant verbessert.
Key et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.
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