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Partizipation wurde als ein entscheidendes Instrument für sowohl die Ermächtigung der Bürger als auch die gemeinsame Verantwortung in der Nachhaltigkeit propagiert. In der Architektur ermöglicht die Partizipation den Übergang von umweltfreundlichem Bauen zu nachhaltigem Wohnen, das Umwelt-, Wirtschafts- und soziale Dimensionen integriert. Jedoch delegiert die Partizipation in der Praxis selten bedeutende Entscheidungen an marginalisierte Gruppen und ist meist ein einseitiger Prozess. Diese Studie zielt darauf ab, zu untersuchen, welche Faktoren der partizipativen Methode sowohl Ermächtigung als auch Verhaltensänderung zu einem nachhaltigen Lebensstil in einkommensschwachen Gruppen ermöglichen. Dazu wird eine Fallstudie zur Planung eines sozialen Wohnungsbauprojekts in Ungarn präsentiert, bei der partizipatives Design genutzt wurde, um ein Gebäude zu koentwickeln, das den nachhaltigen Lebensstil berücksichtigt und anpasst, den sich die zukünftigen Bewohner vorstellen. Eine Kodierungsmaschine basierend auf dem Konzept der Mustersprachen wurde entwickelt, die Bedingungen und Erfahrungen alltäglicher Aktivitäten in den Mittelpunkt des Designs stellt und sie in räumliche Merkmale übersetzt. Infolgedessen konnte eine Fokusgruppe aus Mietern sozialer Wohnungen und Cohousing-Experten explizite gemeinsame Räume definieren, Quadratmeterflächen zuweisen und verständliche Designkriterien formulieren. Von den entwerfenden Entscheidungen in der frühen Phase wurden 45 % mit oder von den Teilnehmern getroffen, und der bilaterale Prozess ermöglichte es, die Mieter von der Übernahme eines nachhaltigeren Wohnformats zu überzeugen.
Bukovszki et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.