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ZWECK: Neuromuskuläre Anpassungen an gelenkwinkel-spezifische Kraftzunahmen nach isometrischem Training sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Diese Studie untersuchte winkel-spezifische neuromuskuläre Anpassungen als Reaktion auf isometrisches Knieextensionstraining bei kurzen (SL, Gelenkwinkel 38,1° ± 3,7°) im Vergleich zu langen (LL, 87,5° ± 6,0°) Muskel-längen. METHODEN: Sechzehn Männer trainierten dreimal pro Woche über 6 Wochen entweder bei SL (n = 8) oder LL (n = 8). Die freiwillige maximale isometrische Knieextensor-(MVC)-Kraft, die Doppelzucken-Kraft, EMG-Amplituden (EMG/Mmax) und die freiwillige Aktivierung während der MVC-Kraft (VA%) wurden an acht Kniegelenkwinkeln (30°-100°) zu den Wochen 0, 3 und 6 gemessen. Muskelvolumen und Querschnittsfläche (CSA) wurden aus Magnetresonanztomographie-Scans gemessen, und die Faszikellänge (Lf) wurde vor und nach dem Training mittels Ultraschall beurteilt. ERGEBNISSE: Deutliche gelenkwinkelspezifische Kraftsteigerung wurde bei SL, jedoch nicht bei LL beobachtet. Der Anstieg der Kraft um 13,4% ± 9,7% (P = 0,01) um den Trainingswinkel bei SL war mit Veränderungen in den EMG/Mmax der vastus lateralis und vastus medialis um den Trainingswinkel verbunden (r = 0,84-0,88, P < 0,05), ohne Veränderungen in der Doppelzucken-Kraft-Winkelbeziehung oder der Muskelgröße. Bei LL stiegen das Muskelvolumen und die CSA, und die Veränderungen in der CSA an spezifischen Muskelregionen korrelierten mit Veränderungen in der MVC-Kraft. Ein Anstieg um 5,4% ± 4,9% (P = 0,001) in Lf, der in beiden Gruppen gefunden wurde, war nicht mit winkel-spezifischen Kraftveränderungen assoziiert. Es gab keine gelenkwinkelspezifischen Veränderungen in VA%. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Ergebnisse des EMG/Mmax, wenn auch nicht von VA%, deuten darauf hin, dass neuronale Anpassungen die trainingsbedingten Veränderungen bei kurzen Quadrizepslängen untermauern, während hypertrophische Veränderungen nach dem Training bei langen Längen vorherrschten. Die Ergebnisse dieser Studie sollten zur Entwicklung effektiverer und evidenzbasierter Rehabilitations- und Krafttrainingprotokolle beitragen.
Noorkõiv et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.
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