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Zusammenfassung Die Wiederaufbereitung von Schmelzwasser im Firn ist ein wichtiger Bestandteil des Massenausgleichs des grönländischen Eisschildes, aber in situ Beobachtungen sind selten. Hier vergleichen wir die Firndichte und die gesamte Eislagendicke in den oberen 15 m von 19 neuen und 27 zuvor veröffentlichten Firn-kernen, die an 15 Standorten im Südwesten Grönlands (1850–2360 m ü. N. N.) zwischen 1989 und 2019 gebohrt wurden. An allen Standorten korreliert die Eislagendicke über Zeit und Raum mit der Dichte. An den beiden Standorten mit den frühesten Beobachtungen (1989 und 1998) nahm die Schüttdichte in den obersten 15 m über 28 bzw. 21 Jahre um 15–18 % zu. Nach dem extremen Schmelzen im Jahr 2012 jedoch verringerte sich die höhenbereinigte Dichte unter Verwendung von 30 Kernen aus allen Standorten in den obersten 3,75 m zwischen 2013 und 2019 um 15 kg m −3 a −1. Im Gegensatz dazu zeigt die Dichte des Standorts mit der niedrigsten Höhe keinen Trend. Daher ist ein vorübergehender Aufbau im Porenraum des Firns und die Infiltrationsfähigkeit von Schmelzwasser trotz des langfristigen Anstiegs der Eisschmelze in Grönland möglich.
Rennermalm et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.