Hitzewellen sind der direkteste Ausdruck der globalen Erwärmung und ein zentrales Thema in der globalen Veränderungsforschung und ein wichtiges Anliegen der internationalen Gemeinschaft. Frühere Studien konzentrierten sich überwiegend auf Hitzewellenereignisse in der Atmosphäre und hatten unzureichendes Verständnis für die anomale Erwärmung der Wassertemperaturen in Flüssen und deren ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen. Flüsse sind als wichtige Lebensader der menschlichen Zivilisation und der biologischen Vielfalt entscheidend; ihre Temperaturveränderungen regulieren nicht nur physikalische, chemische und biologische Prozesse, sondern beeinflussen auch direkt das Überleben von Süßwasserorganismen, die Wasserqualität und menschliche Wasseraktivitäten. Diese Studie bewertet erstmals auf globaler Ebene die zeitlichen und räumlichen Muster der Fluss-Hitzewellen sowie das potenzielle Risiko der Exposition für Bevölkerungsgruppen. Die Forschung zeigt, dass Fluss-Hitzewellen weltweit häufig auftreten, und sowohl die Intensität als auch die Dauer nehmen zu. Prognosen zeigen, dass unter zukünftigen Hochemissionsszenarien fast die Hälfte der Flüsse der Welt das ganze Jahr über in einen kontinuierlichen Hitzewellenzustand eintreten könnte. Dies gefährdet nicht nur schwerwiegend die Süßwasserökosysteme, sondern erhöht auch signifikant das Expositionsrisiko der globalen Bevölkerung gegenüber Fluss-Hitzewellen, insbesondere in einkommensschwachen Ländern und dicht besiedelten Gebieten. Die Studie fordert dringende Maßnahmen zur Emissionsreduzierung, die verstärkte Überwachung der dynamischen Wassertemperaturen in Flüssen und eine eingehende Analyse der Antriebsmechanismen von Fluss-Hitzewellen, um wissenschaftliche Grundlagen für die globale Klimagovernance und die Risikobewältigung bereitzustellen.
Chen et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.