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Typologische Forschung zeigt, dass trillernde r-Laute in Adjektiven, die raue im Vergleich zu glatten Oberflächen beschreiben, in verschiedenen Sprachen häufiger vorkommen. In dieser Studie wird diese lexikalische Forschung durch ein Experiment mit Sprechern von 28 verschiedenen Sprachen aus 12 verschiedenen Sprachfamilien erweitert. Den Teilnehmern wurden Bilder von einer gezackten und einer geraden Linie präsentiert, und sie stellten sich vor, ihren Finger entlang jeder zu führen. Anschließend hörten sie einen alveolaren Triller r und einen alveolaren Approximanten l und ordneten jeden Laut einer der Linien zu. Die Teilnehmer zeigten eine starke Tendenz, r mit der gezackten Linie und l mit der geraden Linie zuzuordnen, und das sogar noch konsistenter als in einer vergleichbaren interkulturellen Untersuchung des Bouba/Kiki-Effekts. Das Muster ist am stärksten bei der Zuordnung von r zur gezackten Linie, aber auch sehr stark bei der Zuordnung von l zur geraden Linie. Während dieser Effekt bei Sprechern von Sprachen mit unterschiedlichen phonetischen Realisierungen des rhotischen Lauts gefunden wurde, war er schwächer, wenn der trillernde r die primäre Variante war. Dies deutet darauf hin, dass, wenn ein Laut phonologisch verwendet wird, um systemische Bedeutungsunterschiede zu erzeugen, sein ikonisches Potenzial möglicherweise stärker eingeschränkt wird. Diese Ergebnisse erweitern unser Verständnis ikonischer crossmodaler Entsprechungen und heben tief verwurzelte Verbindungen zwischen auditiver Wahrnehmung und Tasten/Sehen hervor.
Ćwiek et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
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