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In Ländern mit einem guten Standard der Gesundheitsversorgung betrifft eine intrakranielle Blutung (ICH) während der Neonatalperiode 3,5–4,0 % aller Jungen mit Hämophilie, was erheblich (40- bis 80-mal) höher ist als in der Normalbevölkerung erwartet. Auch nach der Neonatalperiode treten ICH häufig auf und betreffen 3–10 % der Hämophilie-Population, die überwiegend bedarfsorientiert (on demand) behandelt wird. Das Risiko ist bei Patienten mit Inhibitoren höher. Spontane Blutungen werden in den meisten Studien häufiger berichtet als traumabedingte Blutungen. Die Prävalenz von ICH bei Patienten, die mit einem prophylaktischen Regime behandelt werden, ist nicht bekannt. Obwohl sie bei jüngeren Patienten häufiger auftreten, betrifft ein beträchtlicher Anteil der ICH Erwachsene, was darauf hindeutet, dass allgemeine altersbedingte Risikofaktoren wie Hypertonie mit zunehmendem Alter von Hämophilie-Patienten immer wichtiger werden. Einige Studien berichten zudem über einen beträchtlichen Anteil von ICH bei Patienten mit milderen Formen der Hämophilie. Das Risiko einer ICH muss bei der Diskussion von Behandlungsstrategien für Hämophilie-Patienten berücksichtigt werden.
Rolf Ljung (Fri,) untersuchte diese Frage.