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Die visuelle ästhetische Wahrnehmung („Ästhetik“) oder die Fähigkeit, ein bestimmtes Attribut wahrzunehmen, das anderen Merkmalen von Objekten wie Form, Farbe und Bewegung hinzugefügt wird, wurde während der menschlichen evolutionären Linie als ein Merkmal festgelegt, das mit keinem großen Menschenaffen geteilt wird. Obwohl die Expansion des präfrontalen Gehirns als verantwortlich für das Auftreten eines solchen menschlichen Merkmals erwähnt wird, existiert kein aktuelles Wissen über die Rolle der präfrontalen Bereiche in der ästhetischen Wahrnehmung. Das visuelle Gehirn besteht aus „mehreren parallelen mehrstufigen Verarbeitungssystemen, die jeweils auf eine bestimmte Aufgabe spezialisiert sind, wie z.B. Farbe oder Bewegung“ (Bartels, A. & Zeki, S. (1999) Proc. R. Soc. London Ser. B 265, 2327–2332). Hier berichten wir über die Ergebnisse eines Experiments, das mit Magnetoenzephalographie durchgeführt wurde, das zeigt, dass der präfrontale Bereich bei der Wahrnehmung von Objekten, die von den Teilnehmern als „schön“ qualifiziert wurden, selektiv aktiviert wird. Daher kann Ästhetik hypothetisch als ein Attribut betrachtet werden, das durch ein bestimmtes Gehirnverarbeitungssystem wahrgenommen wird, in dem der präfrontale Kortex eine Schlüsselrolle zu spielen scheint.
Cela‐Conde et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.