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Reaktionen auf das Leid von Gleichaltrigen, für das sie (zielverursacht) oder nicht (Zuschauer) die Ursache waren, wurden bei 11 missbrauchten und nicht missbrauchten Vorschulkindern im Alter von 35 bis 67 Monaten kodiert. Jedes Kind wurde im Durchschnitt 1 IS Minute auf einem Spielplatz beobachtet. Im Einklang mit den Ergebnissen von Forschungen mit Kleinkindern zeigten missbrauchte Vorschulkinder unangemessenere Reaktionen (Aggression und Rückzug) gegenüber den leidenden Gleichaltrigen (Zuschauer-Vorfälle) als nicht missbrauchte Vorschulkinder. Außerdem waren missbrauchte Kinder wahrscheinlicher dafür verantwortlich, dass es ihren Gleichaltrigen schlecht ging. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst unter missbrauchten Kindern, die Gelegenheiten hatten, mit nicht missbrauchenden Betreuern und Gleichaltrigen zu interagieren (d. h. regelmäßig die Kita besuchten), Unterschiede in den Reaktionen auf das Leid von Gleichaltrigen bestehen. Obwohl die physischen Verletzungen missbrauchter Kinder ein schwerwiegendes Anliegen der Öffentlichkeit bleiben, hat sich der Fokus auf die Implikationen erweitert, die Missbrauch für die soziale-emotionale Entwicklung von Kindern haben kann. Forschungen zu den Eigenschaften missbrauchter Kinder zeigen, dass viele Verhaltensmuster ähnlich denen missbrauchender Eltern annehmen: Aggression, Defizite in prosocialen Fähigkeiten, soziale Isolation und insbesondere im Kontext dieses Artikels abweichende Reaktionen auf Leid (George Haskett, 1988; Hofrman-Plotkin Howes Main Reidy, 1977). Es wurde vorgeschlagen, dass abweichende Reaktionen auf das Leid anderer sowohl unmittelbare (z. B. Ablehnung durch Gleichaltrige) als auch langfristige (z. B. zukünftiger Missbrauch von Nachkommen) Probleme für Missbrauchsopfer mit sich bringen können (Main Main & George, 1985). Beide Studien fanden heraus, dass missbrauchte Kleinkinder im Vergleich zu einer nicht missbrauchten Gruppe weniger Besorgnis zeigten und weniger Hilfe für leidende Gleichaltrige anboten. Darüber hinaus waren missbrauchte Kleinkinder wahrscheinlicher, sich zurückzuziehen oder negativ (z. B. aggressiv) auf einen leidenden Gleichaltrigen zu reagieren als nicht missbrauchte Kleinkinder. In der vorliegenden Studie interessierten wir uns dafür, ob abweichende Reaktionen auf leidende Gleichaltrige charakteristisch für eine etwas ältere Gruppe missbrauchter Kinder (d. h. Vorschulkinder) sind, die Gelegenheiten zur sozialen Interaktion mit nicht missbrauchenden Erwachsenen und Kindern hatten (d. h. regelmäßig die Kita besuchten). Der Vergleich von missbrauchten und
Klimes‐Dougan et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.
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