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HINTERGRUND: Die landesweite epidemiologische Untersuchung psychiatrischer Störungen in Bezug auf die Lebenszeitprävalenz ist im Iran nicht ausreichend bekannt. Die Lebenszeitprävalenz psychiatrischer Störungen wurde in der Bevölkerung ab 18 Jahren nach Geschlecht, Altersgruppe, Bildungsniveau, Beschäftigungsstatus, Familienstand und Wohngebiet geschätzt. METHODEN: Die Probanden waren 25.180 Individuen, die durch eine geschichtete Zufallsstichprobe ausgewählt wurden. Die psychiatrischen Störungen wurden auf der Grundlage der Kriterien des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders-IV diagnostiziert. Es handelt sich um die erste Studie, in der das strukturierte psychiatrische Interview einer repräsentativen Stichprobe der iranischen Bevölkerung ab 18 Jahren von 250 ausgebildeten klinischen Psychologen durchgeführt wurde. Die Daten wurden zweimal über die EPI-Info-Software eingegeben, um Fehler zu vermeiden, und die SPSS-11-Statistiksoftware wurde ebenfalls für die Analysen verwendet. Die Odds Ratios und deren Konfidenzintervalle wurden mittels logistischer Regression geschätzt. ERGEBNISSE UND DISKUSSION: Die Prävalenz psychiatrischer Störungen betrug 10,81%. Sie war unter Frauen häufiger als bei Männern (14,34 % vs. 7,34 %, P < 0,001). Die Prävalenz von Angst- und affektiven Störungen betrug 8,35 % bzw. 4,29 %. Die Prävalenz psychotischer Störungen lag bei 0,89 %; neuro-kognitiver Störungen bei 2,78 % und dissoziativen Störungen bei 0,77 %. Unter den affektiven Störungen hatte die major depressive disorder (2,98 %) und unter den Angststörungen die phobische Störung (2,05 %) die höhere Prävalenz. Die Prävalenz psychiatrischer Störungen betrug unter Geschiedenen und Getrennten 22,31 %; unter Bewohnern städtischer Gebiete 11,77 %; unter Analphabeten 13,80 %; unter Haushaltsvorständen 15,48 %; unter Arbeitslosen 12,33 %, was mehr als in anderen Gruppen war. SCHLUSSFOLGERUNG: Das Muster der psychischen Gesundheit im Iran ähnelt dem in westlichen Ländern, aber es scheint, dass die Prävalenz psychiatrischer Störungen im Iran niedriger sein könnte als in diesen Ländern. Es wird geschätzt, dass mindestens etwa 7 Millionen der iranischen Bevölkerung an einer oder mehreren psychischen Störungen leiden. Dies zeigt die Wichtigkeit der Rolle psychiatrischer Störungen bei der Bereitstellung von Präventions- und Managementprogrammen im Iran.
Mohammadi et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.
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