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Mit einer indirekten Immunfluoreszenztechnik wurde die Verteilung der Poly(ADP-Ribose)-Synthese in menschlichen Blutzellen untersucht. Der verwendete Antikörper reagierte mit Poly(ADP-Ribose), das größer als Trimere war. Die spezifische Immunfluoreszenz von Poly(ADP-Ribose), die in situ aus NAD+ synthetisiert wurde, wurde in den Zellkernen von Lymphozyten und Monozyten im normalen peripheren Blut beobachtet. In Granulozyten und Erythrozyten wurde jedoch keine Immunfluoreszenz festgestellt. Übereinstimmend mit diesem Befund war keine Einbau von Radioaktivität aus Adenin-14CNAD+ in säureunlösliche Materialien in aus Granulozyten isolierten Zellkernen nachweisbar. Im normalen Knochenmark wurde die Immunfluoreszenz von Poly(ADP-Ribose) in Myelozyten oder deren Nachkommen nicht beobachtet, jedoch in den Kernen von Lymphozyten und Erythroblasten. Myelozyten und reife Granulozyten im peripheren Blut sowie im Knochenmark von Patienten mit chronischer myelozytischer Leukämie waren in der polymer-spezifischen Immunfluoreszenz völlig negativ. Im auffälligen Gegensatz dazu wurde eine ausgeprägte Fluoreszenz in den Zellkernen von Myeloblasten beobachtet, die im peripheren Blut sowie im Knochenmark von Patienten mit akuter myeloblastischer Leukämie auftraten. Myeloblasten, die im peripheren Blut von Patienten in blastenkrise der chronischen myelozytischen Leukämie erschienen, zeigten ebenfalls die nukleäre Immunfluoreszenz. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Fähigkeit zur Synthese von Poly(ADP-Ribose) als Marker der Differenzierung von Granulozyten dient, und ihre immunhistochemische Analyse nützlich für die Differenzialdiagnose von Leukämien, insbesondere in Blastenkrisen, sein könnte.
Ikai et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.
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