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ZIEL: Die Autoren untersuchten die Prävalenz von Binge-Eating-Störung (BED), partiellem Binge-Eating-Syndrom und nächtlichem Binge-Eating-Syndrom bei Probanden mit bipolarer Störung (BD). METHODE: Einundsechzig Probanden, bei denen BD anhand der DSM-III-R-Kriterien festgestellt wurde, erhielten ein semistrukturiertes klinisches Interview, das eine detaillierte Beschreibung des Binge-Eating-Verhaltens und des nächtlichen Binge-Eatens beinhaltete. Die Frequenzen wurden mit Prävalenzschätzungen aus Gemeinschaftsproben verglichen. ERGEBNISSE: Acht Probanden (13%) erfüllten die DSM-IV-Kriterien für die Diagnose einer BED. Weitere 15 Probanden (25%) zeigten ein partielles Binge-Eating-Syndrom. Diese beiden ansonsten identischen Gruppen von Binge-Eatern wurden nur durch das Frequenzkriterium des DSM-IV getrennt. Die gefundenen Raten waren höher als die in Gemeinschaftsproben gefundenen Raten. Zehn Probanden berichteten über nächtliches Binge-Eating zusätzlich zu ihrem gewohnten Binge-Eating-Verhalten. Dies trat konsequent zwischen 2:00 und 4:00 Uhr auf. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Mögliche zugrunde liegende Mechanismen für die hohe Frequenz von Binge-Eating bei bipolaren Probanden werden diskutiert, einschließlich eines Modells zur serotoninvermittelten Selbstmodulation der Stimmung. Die Feststellung von zwei Gruppen von Binge-Eatern, die nur durch das Frequenzkriterium getrennt sind, wirft Fragen auf, ob das Frequenzkriterium, wie es derzeit im DSM-IV definiert ist, gültig ist oder geändert werden sollte.
Krüger et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.