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Veränderungen in der emotionalen und sozialen Funktionsweise, wie die beeinträchtigte Fähigkeit, Emotionen bei anderen zu erkennen, ein Mangel an Empathie und schlechtes Einsichtsvermögen, wurden häufig nach Schädigungen des präfrontalen Cortex berichtet. Diese Studie untersuchte die Feinheiten solcher Schwierigkeiten bei 34 Personen mit diskreten unilateralen und bilateralen neuroschirurgischen Läsionen, die die orbitofrontalen, medialen und dorsolateralen Regionen des präfrontalen Cortex betreffen. Ein speziell entwickeltes Selbst- und Informantenberichtmaß, der sozial-emotionale Fragebogen, wurde verwendet, um fünf Faktoren der Funktionsweise zu untersuchen: Emotionserkennung; Empathie; soziale Konformität; antisoziales Verhalten; und Geselligkeit. Es gab einige spezifische signifikante Unterschiede zwischen den Informantenbewertungen der klinischen und Kontrollgruppen in bestimmten Bereichen der sozialen und emotionalen Funktionsweise. Personen mit Schädigungen im orbitofrontalen Bereich zeigten erhöhte Werte für antisoziales Verhalten. Personen mit bilateralen orbitofrontalen Läsionen wurden als signifikant vermindert in ihrer sozialen und emotionalen Funktionsweise im Vergleich zu Personen mit unilateralen Läsionen und Kontrollpersonen bewertet. Darüber hinaus hatten Personen mit bilateral Läsionen insgesamt signifikant weniger Einsicht in ihre sozial-emotionale Fähigkeiten. Die Gruppe mit rechtsseitigen unilateralen Läsionen zeigte signifikant weniger Einsicht in ihre Fähigkeiten, Emotionen bei anderen zu erkennen, im Vergleich zur linksseitigen Gruppe. Zusammenfassend deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass spezifische sozial-emotionale und Einsichtdefizite separate Konstellationen von Beeinträchtigungen bilden können. Die Ergebnisse zeigen auch, dass ausgeprägte Veränderungen in der sozialen und emotionalen Funktionsweise nach bilateralen Schädigungen wahrscheinlicher sind und unilaterale Läsionen nicht zwangsläufig zu Beeinträchtigungen führen.
Bramham et al. (Mon,) studierten diese Frage.
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