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HINTERGRUND: Die Rolle der Epidemiologie als der 'diagnostische' Arm der öffentlichen Gesundheit hat epidemiologisches Denken und Praxis dem Kreuzfeuer gegensätzlicher sozialer Werte und Anforderungen ausgesetzt. In Lateinamerika inspirierten die sichtbaren Zeichen extremer sozialer und politischer Autoritarismus und Ungleichheit sowie die zunehmende Ungerechtigkeit der Weltwirtschaft eine Kultur der Sozialkritik und eine entsprechende akademische Reformbewegung, die ein tiefes soziales Bewusstsein unter Gesundheitswissenschaftlern nährte. Ziel Die Autoren möchten auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, diese wissenschaftliche Nord-Süd-Division zu überwinden. Ein Imperativ, in einem Moment, in dem der Abriss der Gesundheitsstandards unter dem Druck globaler wirtschaftlicher Beschleunigung und 'ungesunder Gesundheitspolitik' uns alle mit der gemeinsamen Herausforderung konfrontiert, die Stärken akademischer Traditionen sowohl aus dem Süden als auch aus dem Norden fruchtbar zu machen. METHODEN: Das vorliegende Papier bietet eine neue Perspektive aus dem Süden über die Relevanz der progressiven lateinamerikanischen öffentlichen Gesundheit (bezeichnet als 'kollektive Gesundheit'), indem es eine Reihe ihrer harten wissenschaftlichen Beiträge hervorhebt, die leider außerhalb Lateinamerikas fast unbekannt sind. ERGEBNISSE: Eine bewaffnete Form struktureller Gier hat die Welt nun an den Rand der Zerstörung gebracht. Gleichzeitig wehen jedoch frische Winde über den Kontinent. FAZIT: Dieses Papier ist eine Einladung, sich den bedrohlichen Kräften zu stellen, die unsere ungesunden Gesellschaften hervorbringen, und eine Gelegenheit, brüderliche Partnerschaften auf dem interkulturellen Weg zu einer besseren Welt zu bilden, in der nur eine Epidemiologie der Würde und des Glücks Sinn macht.
Jaime Breilh (Mi,) hat diese Frage untersucht.
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