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Massives Gletscherschmelzen in den Alpen in den letzten 20 Jahren wird durch direkte Massengleichgewichts-messungen an neun regelmäßig beobachteten Gletschern dokumentiert. Wie repräsentativ diese begrenzte Stichprobe von Gletschern für die gesamten Alpen ist, bleibt jedoch ungewiss. Das nahezu globale digitale Geländemodell von SRTM ermöglicht eine genauere Analyse dieser Frage, die von grundlegender Bedeutung ist, um die gesamte Gletscher-Mengenveränderung zu bewerten. Hier präsentieren wir Höhenveränderungen von 1985 bis 1999 für etwa 1050 Gletscher in den Schweizer Alpen. Die Analyse zeigt extreme Verdickungsverluste (>80 m) bei flachen/niedrigen Gletschertuniken und eine starke allgemeine Oberflächenabsenkung. Der mittlere kumulierte Massenausgleich der neun Gletscher mit direkten Messungen (−10.8 m w.e.) stimmt gut mit dem mittleren Wandel der gesamten Region aus DEM-Differenzierung (−11 m w.e.) überein und kann somit als repräsentativ betrachtet werden. Die durchschnittliche Dickeänderung einzelner Gletscher korreliert mit ihrer Größe, Höhe und Exposition gegenüber solarer Bestrahlung. Dies impliziert, dass Massenverluste großer Gletscher unterschätzt werden können, wenn sie direkt aus Werten abgeleitet werden, die an viel kleineren Gletschern gemessen wurden.
Paul et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.