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HINTERGRUND: Die Forschung zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Schichtarbeit hat sich besonders auf somatische Erkrankungen wie Brustkrebs und kardiometabolische Erkrankungen konzentriert, während der Zusammenhang zwischen Schichtarbeit und psychischer Gesundheit weniger Beachtung fand. METHODEN: Wir verwendeten Informationen von 19.964 männlichen Krankenschwestern (≥44 Jahre) aus der dänischen Krankenschwesternkohorte, die bei der Rekrutierung (1993/1999) ihren aktuellen Arbeitszeitplan (Tag-, Abend-, Nacht- oder Schichtarbeit) angaben. Bei 5.102 Krankenschwestern, die an beiden Kohortenwellen teilnahmen, definierten wir persistierende Nachtarbeit als Arbeit in Nachtschichten in 1993 und 1999. Wir verwendeten Cox-Regressionsmodelle zur Berechnung von Hazard Ratios (HRs) und 95% Konfidenzintervallen (CIs) unter Berücksichtigung relevanter Störfaktoren. Durch den Vergleich der Kohortenmitglieder mit nationalen Registern definierten wir die Inzidenz von Stimmungs- und neurotischen Störungen als ersten Krankenhauskontakt oder eingelöste Verschreibung bis November 2018. ERGEBNISSE: Wir fanden einen Zusammenhang zwischen Nachtarbeit und Stimmungsstörungen (HR = 1,31; 95%CI = 1,17-1,47) sowie neurotischen Störungen (1,29; 1,17-1,42) im Vergleich zur Tagesarbeit. Die Assoziationen waren bei Krankenschwestern mit anhaltender Nachtarbeit verstärkt (1,85; 1,43-2,39 und 1,62; 1,26-2,09 für Stimmungs- bzw. neurotische Störungen) und bei Krankenschwestern mit von Fachleuten bestätigten Stimmung (1,69; 1,24-2,29) und neurotischen (1,72; 1,22-2,44) Störungen. Krankenschwestern mit bestehenden psychischen Störungen und Vollzeitbeschäftigung schienen am anfälligsten zu sein. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Nachtarbeit ist mit einem erhöhten Risiko für schwere psychiatrische Störungen assoziiert. Die neuartigen, aufmerksamen Ergebnisse über vulnerable Gruppen, einschließlich Krankenschwestern mit einer Vorgeschichte von psychischen Störungen und Vollzeitbeschäftigten, basieren auf einer begrenzten Anzahl von Fällen, und weitere Forschung ist erforderlich, um die Ergebnisse zu bestätigen.
Jørgensen et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.