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Reformen des lehrplanbasierten Unterrichts in der Chemieausbildung sollen eine größere Vielfalt in die Art und Weise bringen, wie Chemielehrkräfte ihren Unterricht organisieren. In erster Linie wird erwartet, dass die Studierenden diese Vielfalt wahrnehmen. Empirische Forschung darüber, wie Studierende den Unterricht ihrer Lehrkräfte in kontextbasierten Chemie-Klassenräumen wahrnehmen und ob sich dieser Unterricht von traditionellen Chemie-Stunden unterscheidet, ist jedoch rar. Diese Studie zielt darauf ab, unser Verständnis davon zu erweitern, wie Unterricht aus Sicht der Studierenden in kontextbasierten Chemie-Klassenräumen im Vergleich zu traditionellen Chemie-Klassenräumen aussieht. Damit könnte sie auch ein besseres Verständnis dafür vermitteln, ob Lehrkräfte die Intentionen der Lehrplanentwickler umsetzen und erreichen. Um das Verhalten der Lehrkräfte zu untersuchen, verwendeten wir drei theoretische Perspektiven, die als wichtig für das Lernen der Studierenden angesehen werden: eine Inhalts-, eine Lernaktivitäten- und eine zwischenmenschliche Perspektive. Daten wurden von 480 Studierenden in 24 Sekundarchemie-Klassen in den Niederlanden gesammelt. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Studierenden anmerken, dass die Veränderungen im Unterricht in kontextbasierten Chemie-Klassenräumen eine Verringerung der Betonung auf grundlegender Chemie und die Verwendung eines lehrerzentrierten Ansatzes implizieren, verglichen mit traditionellen Chemie-Klassenräumen. Lehrkräfte in kontextbasierten Chemie-Klassenräumen scheinen jedoch kein stärkeres „kontextbasiertes“ Lehrverhalten zu zeigen, wie das Betonen der Beziehung zwischen Chemie, Technologie und Gesellschaft und die Verwendung eines schülerzentrierten Ansatzes. Darüber hinaus nehmen Studierende in kontextbasierten Chemie-Klassenräumen ihre Lehrkräfte als weniger zwischenmenschlich kontrollierend und als weniger affiliiert wahr im Vergleich zu Lehrkräften in traditionellen Chemie-Klassenräumen. Unsere Ergebnisse sollten im Kontext früherer und täglicher Erfahrungen sowohl von Lehrkräften als auch von Studierenden interpretiert werden. Da nur die Chemie an den Schulen reformiert wird, in denen kontextbasierte Chemie implementiert ist, ist es für sowohl Studierende als auch Lehrkräfte herausfordernd, mit diesen Reformen umzugehen.
Overman et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.