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ZIEL: Ziel dieser retrospektiven Studie ist es, den klinischen Nutzen und die Auswirkungen der Diagnostik von Lungenembolien (LE) mit dem aktuellen Belüftungs/Perfusions-SPECT (V/P (SPECT)) unter Anwendung ganzheitlicher Interpretationskriterien darzustellen. MATERIAL UND METHODEN: Während eines 2-Jahres-Zeitraums wurden 2328 aufeinanderfolgende Patienten, die wegen klinisch vermuteter LE an V/P(SPECT) überwiesen wurden, untersucht. Die endgültige Diagnose wurde von den für die Patientenversorgung verantwortlichen Ärzten gestellt. Um die Leistung von V/P(SPECT) mit negativem Ergebnis für LE zu ermitteln, wurden die Patienten 6 Monate lang durch medizinische Unterlagen nachverfolgt. ERGEBNISSE: Belüftungs/Perfusions-SPECT war bei 99% der Patienten durchführbar. Daten zur Nachverfolgung lagen für 1785 Patienten (77%) vor. Eine LE wurde bei 607 Patienten (34%) berichtet. Ein normales Muster wurde bei 420 Patienten (25%) beschrieben. Pathologien, die keine LE sind, wie Pneumonie, Linksherzinsuffizienz, obstruktive Lungenerkrankung, Tumore wurden bei 724 Patienten (41%) beschrieben. Der Bericht war bei 19 Patienten (1%) nicht aussagekräftig. Sechs Fälle wurden als falsch negativ eingestuft, da bei der Nachverfolgung eine LE diagnostiziert wurde, die in einem Fall tödlich war. Sechs Fälle wurden als falsch positiv eingestuft, da der kliniker beschloss, nicht zu behandeln. Von 608 Patienten mit endgültiger LE-Diagnose hatten 601 Patienten ein positives V/P(SPECT) (99%). Von 1177 Patienten ohne endgültige LE-Diagnose hatten 1153 Patienten ein negatives V/P(SPECT) (98%). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die ganzheitliche Interpretation des V/P(SPECT) ergibt hohe negative und positive prädiktive Werte und nur 1% nicht diagnostischer Befunde und war bei 99% der Patienten durchführbar. Es ist eine Verantwortung und eine Herausforderung der Nuklearmedizin, eine optimale Versorgung von Patienten mit Verdacht auf LE zu gewährleisten, indem V/P(SPECT) angeboten wird.
Bajc et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.