Was sind die Risikofaktoren für Delirium und beeinflusst es klinische Ergebnisse und Kosten bei Patienten mit osteoporotischen Hüftfrakturen?
Bei Patienten mit osteoporotischen Hüftfrakturen sind Polymedikation und präoperative Harnkatheter Risikofaktoren für Delirium, was die Krankenhauskosten erhöht, jedoch die 1-Jahres klinischen Ergebnisse nicht signifikant verschlechtert.
ZWECK: Diese Studie wird durchgeführt, um Risikofaktoren für Delirium bei osteoporotischen Hüftfrakturen zu identifizieren und die Krankenhauskosten sowie die klinischen Ergebnisse von Delirium bei osteoporotischen Hüften zu evaluieren. METHODEN: Insgesamt wurden zwischen 2010 und 2014 221 Patienten mit osteoporotischen Hüftfrakturen auf ihre Eignung beurteilt. Unter ihnen wurden 37 Patienten mit Delirium der Delirium-Gruppe (Gruppe D) und 37 Patienten ohne Delirium der Nicht-Delirium-Gruppe (Gruppe ND) durch Matching der demografischen Faktoren zugeordnet. Risikofaktoren wie die Zeit zwischen Aufnahme und Operation, Body-Mass-Index, Status der American Society of Anesthesiologists, kognitive Beeinträchtigung, präoperative Harnkatheter, Elektrolytungleichgewicht, präoperatives Hämoglobin, Polymedikation (Medikamente > 5), Pneumonie, Anästhesiezeit, Operationszeit, geschätzter Blutverlust und die Gesamtmenge an Transfusionen wurden auf Korrelation mit der Inzidenz von Delirium untersucht. Die Krankenhauskosten wurden bewertet, und klinische Ergebnisse wie Wiederaufnahme, Sterblichkeit und Aktivitätsniveau nach einem Jahr Nachuntersuchung wurden evaluiert. ERGEBNISSE: In der multivariaten Analyse standen Polymedikation (p = 0,028) und der Status der präoperativen Harnkatheterinsertation (p = 0,007) in Beziehung zur Inzidenz von Delirium bei Patienten mit osteoporotischen Hüftfrakturen. Gruppe D zeigte signifikant höhere Krankenhauskosten im Vergleich zur Gruppe ND. Delirium hatte jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus, die Wiederaufnahmerate, die postoperative 1-Jahres-Sterblichkeit und das Aktivitätsniveau. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Polymedikation und präoperative Harnkatheter standen in Verbindung mit perioperativem Delirium. Darüber hinaus könnte Delirium bei osteoporotischen Hüftfrakturen keinen nachteiligen Einfluss auf klinische Ergebnisse haben; die Krankenhauskosten schienen jedoch aufgrund des Deliriums erhöht zu sein.
Kim et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.