Key points are not available for this paper at this time.
Die Lymphozytentransformationsreaktionen auf gereinigte Präparate von zwei extrazellulären Produkten von Gruppe A-Streptokokken (Blastogen A und Nuklease B), auf Phytohämagglutinin und auf Candida albicans-Antigen wurden in Mandel- und peripheren Blutlymphozyten von Patienten mit rheumatischer Herzkrankheit (RHD) und entsprechend passenden nicht rheumatischen (Kontroll-)Probanden gemessen. Die mittleren Phytohämagglutinin-Dosisreaktionen der Mandel- und peripheren Lymphozyten von RHD-Patienten waren im Wesentlichen nicht von denen der Kontrollen zu unterscheiden. Im Gegensatz dazu waren die Reaktionen der Mandel- und peripheren Blutlymphozyten auf die beiden extrazellulären Produkte von Gruppe A-Streptokokken bei RHD-Patienten signifikant niedriger als bei nicht rheumatischen Kontrollprobanden. Candida-Antigen erzeugte nur sehr wenig Stimulation der Lymphozyten bei den Probanden. Die geometrischen Mittel der Antikörperlevel gegen Streptolysin O, Nuklease B und Nicotinamidadenindinukleotidase zeigten keine konsistenten Unterschiede zwischen der Kontrollgruppe und der Gruppe der RHD-Probanden. Gruppe A-Streptokokken wurden aus den Mandeln von ca. 25 % beider Probandengruppen isoliert. Die RHD-Patienten hatten eindeutig eine reduzierte zelluläre Immunantwort auf die beiden gereinigten streptokokkalen extrazellulären Antigene. Die gleiche Häufigkeit bei der Isolierung von Gruppe A-Streptokokken aus den Mandeln und das Fehlen konsistenter Unterschiede in den Titer von humoralen Antikörpern gegen streptokokkale extrazelluläre Antigene, insbesondere Nuklease B, deuten darauf hin, dass diese differentielle Reaktion nicht auf ein niedrigeres Stimulationsniveau durch wiederholte Exposition gegenüber Produkten von Gruppe A-Streptokokken zurückzuführen ist.
Gray et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.