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Ia-Antigene scheinen Immunantworten auf mindestens zwei Ebenen zu kontrollieren. Erstens beeinflussen sie das Antigen-Erkennungsrepertoire der T-Zellen. Zweitens ist ihre variable Expression auf bestimmten antigenpräsentierenden Zellen ein stark regulierender Mechanismus für die lokale Immunreaktion. Dies ist besonders wichtig im zentralen Nervensystem (ZNS), in dem normalerweise keine Ia-Antigene exprimiert werden. Jüngste Experimente haben gezeigt, dass Astrozyten in der Lage sind, Ia-Antigene während der Interaktion mit T-Zellen zu exprimieren, und dass sie als antigenpräsentierende Zellen fungieren. Die Ia-induzierende Aktivität wird von aktivierten T-Zellen produziert und kann durch Immunsignalstoffe (IFN-gamma) ersetzt werden. In dieser Studie berichten wir über die funktionelle und kinetische Beziehung zwischen der Ia-Antigenexpression auf Astrozyten und der immun-spezifischen Aktivierung von T-Zellen durch Astrozyten. Normale ruhende Astrozyten waren durch Immunfluoreszenz und biochemische Kriterien negativ für Ia-Antigene. Darüber hinaus sind sie nur in der Lage, T-Zellen zu stimulieren, nachdem sie durch ein Signal von den T-Zellen, das wahrscheinlich durch IFN-gamma vermittelt wird, zur Expression von Ia-Antigenen induziert wurden. Zusammenfassend ist die immun-spezifische Wechselwirkung zwischen Astrozyten und T-Lymphozyten ein sensibel kontrolliertes System, das entscheidend für die Entwicklung von Immunantworten im Gehirn sein könnte. Fehlfunktionen des Systems könnten ein wichtiger Faktor in der Pathogenese abweichender Immunreaktionen im ZNS, z.B. bei Multipler Sklerose, sein.
Fierz et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.