ZIEL: Diese Studie hatte das Ziel, das Modell zur Bereitstellung von Primärversorgung (PHC) im ländlichen Iran unter Anwendung eines Grounded-Theory-Ansatzes neu zu gestalten. HINTERGRUND: Das PHC-System im Iran, obwohl historisch erfolgreich, steht vor strukturellen, managementtechnischen und demografischen Herausforderungen, die seine Reaktionsfähigkeit auf aufkommende gesundheitsbezogene Bedürfnisse der Bevölkerung einschränken. Daher ist eine kontextsensitive Neugestaltung erforderlich. METHODEN: Diese angewandte qualitative Studie verwendete die Grounded-Theory-Methodologie. Es wurden semi-strukturierte Interviews mit 25 leitenden PHC-Managern, politischen Entscheidungsträgern und akademischen Experten durchgeführt, die durch gezielte und theoretische Probenentnahme ausgewählt wurden. Die Datenerhebung und -analyse erfolgten parallel unter Verwendung von offenem, axialem und selektivem Kodieren in MAXQDA 20. PCAT-Dimensionen wurden als sensibilisierende Konzepte verwendet und ermöglichten die induktive Entstehung neuer Kategorien. ERGEBNISSE: Die identifizierte Kernkategorie war „Stärkung der PHC durch integrierte Servicebereitstellung und Systemermöglichung“. Das neu gestaltete Modell umfasst zentrale Elemente der Servicebereitstellung (Nutzung, Zugang, Kontinuität, Koordination, Vollständigkeit und Zugehörigkeit zu Ort/Anbieter) sowie ermöglichende Systemkomponenten (evidenzbasierte Planung, Stärkung der Managementkapazitäten, Finanzierungs- und Zahlungsmanagement, effektive Überwachung und Aufsicht). Diese ermöglichenden Komponenten fungieren als strukturelle Unterstützungen, die eine effektive PHC-Bereitstellung im ländlichen Iran aufrechterhalten.
Fani et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.